Guten Tag und Grüss Gott
 
Hier lesen Sie was mich bewegt, im Herzen Europas für Europa mich zu engagieren.
Wir leben in Mitten Europas, sind Teil Europas und kennen unsere europäische Heimat noch viel zu wenig. Können Sie sich vorstellen in einem Eigenheim zu leben, von dem Sie weder Keller noch Dachboden kennen. Europa ist unser Eigenheim, unser Haus.

Ein Haus besteht ohne Zweifel zunächst aus verschiedenen Baumaterialien. Aber es ist auch ein Wert, nämlich z.B. zu Hause zu sein, nachhause zu kommen, und da denken wir wahrlich nicht an Ziegel, Balken und Dachziegel. Ich wünsche mir in Europa mich zuhause zu fühlen, ohne immer nur über Richtlinien, Verordnungen oder Institutionen nachdenken zu müssen. Lasst uns Europa gemeinsam fühlen und leben. Lasst uns an dem "Gefühl Europa" bauen. Die "Baugenehmigung" dafür muss man nirgends einholen, sie kann einem von niemandem verweigert werden

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Als ich im Jahre 1963 geboren wurde, wurde in Südafrika Nelson Mandela verhaftet, das ZDF ging erstmals auf Sendung und Ludwig Erhard wurde zweiter Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.

Heute ist Nelson Mandela ein geachteter Staatsmann und Friedensnobelpreisträger. Es gibt Hunderte Fernsehsender und eine Frau "aus dem Osten" regiert das wiedervereinigte Deutschland.

Es ist viel geschehen in den letzten 45 Jahren.

Ich hatte mir geschworen für zwei Arbeitgeber niemals arbeiten zu wollen. Für die Kirche und bei einer Gewerkschaft.

10 Jahre war ich dann, ganz getreu meines Schwures, Geschäftsführer eines katholischen Bildungswerkes und Sozialverbandes und zeichne heute mitverantwortlich für die Interessen von mehr als 280.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im drittgrößten deutschen Gewerkschaftsdachverband.

Soviel zum Thema Anspruch und Wirklichkeit.

1999 wurde ich Präsident des Europahauses Land Brandenburg e.V.. An meiner Seite stand der heutige Vorsitzende dieses Netzwerkes Dr. Horst Grützke. Heute stehe ich quasi "auf seiner Seite". Wir haben uns in allen Jahren - gerade auch wegen unserer verschiedenen Biographien und politischen Standpunkte - immer im "Kampf um den richtigen Weg" in der Sache heftig auseinandergesetzt, ohne jedoch den Respekt voreinander und die Form zu verlieren.

Dies vermisse ich in der Politik. Ich bin nach 24 Jahren Parteimitgliedschaft in der Union bewußt dort ausgetreten. Dies hatte hauptsächlich aussenpolitische Gründe. Einer war der Libanon-Einsatz der Bundeswehr, ein anderer das Engagement in Afghanistan. Deutschland hat die Waffe nicht mehr zu erheben und dies auch nicht zu unterstützen.

Aber es war auch eine bewußte Entscheidung gegen den Trend der großen politischen "Volks"-Parteien dem Staat immer mehr Befugnis einzuräumen, die im Angriff auf die Freiheitsrechte des Einzelnen münden.

Der Staat, was immer wir darunter auch pesönlich verstehen mögen, hat nicht die Generalvollmacht zu entscheiden, wieviel Freiheit er mir einräumt. Ich habe "dem Staat" nach meinem Ermessen zu erlauben, wieviel und wie tief er in meine persönliche Freiheit eingreifen darf. Er hat mich dazu um Erlaubnis zu bitten.

Daher habe ich mich auch - wieder sehr bewußt - der FDP angeschlossen, denn sie ist - bei allem Kritikwürdigem - die Partei, die als Freiheitsrechtsregulativ in unserem politischen System noch erkennbar bleibt.

Verantwortung ist untrennbar mit dem Begriff Freiheit verbunden. Ohne Freiheit wird es keine verantwortungsvolle und bürgernahe Politik geben können. Nur wer Freiräume hat, kann sich verantwortungsvoll beteiligen.

Lasst uns weiter um den richtigen Weg streiten.

Diversae viae, communis spiritus.

oder:

in necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas.

 
 
Veroeffentlicht am Donnerstag 21. August 2008
Auf den neuesten Stand gebracht Dienstag 4. November 2008